Denkt man an Schottland, so denkt man an bärtige, dudelsackspielende Herren im karierten Schottenrock, an alten schottischen Whisky und an verräucherte Whisky-Pubs mit guter Musik.
An der Westküste Schottlands gibt es jedoch eine neue Touristenattraktion welche für buntes Aufsehen sorgt - das Kelburn Castle.
Das Kelburn Castle, welches im 13ten Jahrhundert erbaut wurde aufgrund baufälligen Fassade von Künstlern aus Brasilien mit ordentlich Farbe bemalt, um die Grundmauern des Schlosses vor weiterer verwitterung zu retten.
Es war die Idee von Partick Boyle, dem Graf von Glasgow. Es war wahrschinlich eine Kostenfrage, warum das Schloss zunächst mit ordentlich Farbe und Sprühdossen gegen weitere Verwitterung geschütz werden sollte. Doch der Burgherr ist nun von seinem Schloss, welches übrigens zu den ältesten Schlössern Schottlands gehört, so begeistert dass er es nun in dem bunten Zustand erhalten möchte.
Viele Touristen sind auch dieser Meinung und so wurde das Schloss innerhalb kurzer Zeit zu einem wahren Touristenmagneten. Die zuständige Denkmalschutzbehörde diese Meinung jedoch nicht teilen und verlangt von dem Grafen, dass das Schloss in dem ursprünglichen Zustand wieder hergerichtet wird.
Patrick Boyle und seine Familie kämpfen jedoch um den Erhalt des nun farbenfrohen Schlosses und möchte es inkl. Graffiti unter Denkmalschutz sehen. Ein Facebookprofil namens Save Kelburn Castle ist nun sein mächtigestes Werkzeug im Kampf gegen die Denkmalschutzbehörde und erfreut sich immer mehr Beliebtheit. Zur aktuellen Stunden haben 3.775 Profilbesucher Ihre Symphatie durch den "Gefällt mir" Knopf zum Ausdruck gebracht (Tendenz weiter steigend).
In einem Interview beim BBC gibt Partick Boyle zu, dass das Schloss nun schon durch seine futuristischen Malereien sehr ins Auge fällt, aber es den Menschen Spass macht und für Schottland ja auch einen Touristenmagneten darstellt.